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![]() (Name) zeigt Flagge für Tibet Zeichen der Solidarität am Gedenktag Global denken, lokal handeln. In einer parteiübergreifenden Resolution hatte der Bundestag 1996 von der Bundesregierung erfolglos mehr Solidarität mit Tibet gefordert. Im selben Jahr begann die Aktion "Eine Flagge für Tibet" mit 21 Kommunen. Je länger die Resolution ergebnislos bleibt, desto mehr deutsche Städte, Gemeinde und Landkreise werden aktiv. (Name) zeigt am Montag, 10. März, zusammen mit bundesweit 572 weiteren Kommunen Flagge für das von China besetzte Himalaja-Land. (Die/Der Stadt/Gemeinde/Landkreis) hisst die tibetische Nationalflagge am 10. März, dem Tag des tibetischen Volksaufstandes gegen die chinesischen Besatzer, der 1959 blutig niedergeschlagen worden war, um auf die gewaltsame Unterdrückung der Tibeter hinzuweisen. Dass auch mehr als vier Jahrzehnte nach dem Aufstand entgegen chinesischer Beteuerungen untragbare Zustände in Tibet herrschen, zeigte die Flucht des 17. Karmapa. Der nach dem Dalai Lama und dem Panchen Lama dritthöchste Würdenträger im Tibetischen Buddhismus floh vor fünf Jahren aus der tibetischen Hauptstadt Lhasa unter lebensgefährlichen Bedingungen nach Nordindien, wo die tibetische Regierung im Exil ihren Sitz hat. Der Panchen Lama, ein 16-jähriger Junge, ist seit zehn Jahren in China verschollen und gilt als der jüngste politische Gefangene der Welt. Im Mai 1995 hatte der Dalai Lama den damals sechsjährigen Gedhun Choekyi Nyima als 11. Panchen Lama anerkannt. Wenige Tage danach wurde er mit seinen Eltern von chinesischen Sicherheitskräften entführt. Seither gibt es über das weitere Schicksal dieses Jungen keine zuverlässigen Informationen. Statt dessen hat die chinesische Regierung einen anderen Jungen, dessen Eltern Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas sind, zum Panchen Lama erklärt. Was (Ortsname) am Sonntag tut, ist in Tibet ein Verbrechen. Die farbenprächtige Flagge mit der strahlenden Sonne über einem schneebedeckten Berg, an dessen Hängen zwei mythische Schneelöwen stehen, zu hissen, steht in dem ehemals souveränen Land unter Strafe. Daher hat die von der Tibet Initiative Deutschland (TID) organisierte Flaggenaktion besonderen Symbolcharakter. Am 10. März 1959 hatte sich das tibetische Volk zehn Jahre nach dem Einmarsch der "Volksbefreiungsarmee" in der Hauptstadt Lhasa gegen die übermächtigen Invasoren erhoben. Bei den mehrtägigen Kämpfen verloren nach offiziellen chinesischen Angaben mehr als 87.000 Tibeter ihr Leben. Sie machen jedoch nur einen minimalen Anteil der Opfer aus, die die Jahrzehnte der Gewaltherrschaft forderten. 1,2 Millionen Tibeter kamen bis heute durch Hunger, Zwangsarbeit, Haft, Folter und Hinrichtungen ums Leben. Die kommunistischen Besatzer zerstörten seither über 6.000 Klöster, Tempel und andere Kulturdenkmäler. Sie unterdrücken nach wie vor die tibetische Sprache und Religionsausübung. Der Alltag der Tibeter wird bis zum heutigen Tag geprägt durch Arbeitslager und Inhaftierungen, die auch vor Kindern nicht Halt machen. Die ständigen Menschenrechtsverletzungen in Tibet rügte der Deutsche Bundestag am 20. Juni 1996 in einer parteienübergreifenden Resolution, in der es hieß: "Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, sich verstärkt dafür einzusetzen, dass die Regierung der Volksrepublik China die weltweit anerkannten Menschenrechte achtet und die Menschenrechtsverletzungen gegen Tibeter beendet." Die Resolution zeigte jedoch weder vor noch nach dem Regierungswechsel eine spürbare Wirkung. Am 14. März 2002, kurz nach dem tibetischen Gedenktag verabschiedete der Deutsche Bundestag eine erneute Resolution zu Tibet.
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