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TIBET INITIATIVE DEUTSCHLAND
Die Flaggenaktion in der Presse
TID
Die Flaggenaktion 2004/05 im Spiegel der Presse
Beispiele für die Berichterstattung
Tibetische FlaggeBei einer so ungewöhnlichen Aktion, wie dem Hissen der tibetischen Flagge am Rathaus einer Stadt oder Gemeinde, ist es sinnvoll, die Medien im Vorhinein zu informieren. Als Modell dafür, wie eine Pressemitteilung formuliert sein könnte, finden Sie einen Text auf unserer Seite "Material für die Presse". Als Beispiele, wie die Berichterstattung zu der Flaggenaktion aussehen kann, haben wir nachfolgend einige Artikel aus dem vergangenen Jahr zusammengestellt. Bitte beachten Sie, dass sich die Zeitungen und Internetseiten der Kommunen natürlich auf die alten Zahlen bezogen haben. Will man ihnen Anregungen für dieses Jahr entnehmen, müssten die Zahlen und Fakten entsprechend aktualisiert werden. Den neuesten Stand liefern die anderen Sektionen dieser Internet-Seite.
 
Pressemitteilung, Landkreis Lörrach, 24.2.2005
Landkreis Lörrach zeigt Flagge für Tibet

Global denken, lokal handeln. Sieben Jahre nachdem der Bundestag von der Bundesregierung erfolglos mehr Solidarität mit Tibet gefordert hat, werden immer mehr deutsche Städte, Gemeinde und Landkreise aktiv. Der Landkreis Lörrach zeigt am Donnerstag, den 10. März 2005, zusammen mit bundesweit über 500 Kommunen Flagge für das von China besetzte Himalaja-Land. Der Landkreis hisst die tibetische Nationalflagge zur Erinnerung an den Tag des tibetischen Volksaufstandes gegen die chinesischen Besatzer, der 1959 blutig niedergeschlagen worden war, um auf die gewaltsame Unterdrückung der Tibeter hinzuweisen.

Dass auch 46 Jahre nach dem Aufstand entgegen chinesischer Beteuerungen untragbare Zustände in Tibet herrschen, zeigte die Flucht des 17. Karmapa. Der nach dem Dalai Lama und dem Panchen Lama dritthöchste Würdenträger im Tibetischen Buddhismus floh aus der tibetischen Hauptstadt Lhasa unter lebensgefährlichen Bedingungen nach Nordindien, wo die tibetische Regierung im Exil ihren Sitz hat.

Der Panchen Lama, ein 16-jähriger Junge, ist seit zehn Jahren in China verschollen und gilt als der jüngste politische Gefangene der Welt. Im Mai 1995 hatte der Dalai Lama den damals sechsjährigen Gedhun Choekyi Nyima als 11. Panchen Lama anerkannt. Wenige Tage danach wurde er mit seinen Eltern von chinesischen Sicherheitskräften entführt. Seither gibt es über das weitere Schicksal dieses Jungen keine zuverlässigen Informationen. Statt dessen hat die chinesische Regierung einen anderen Jungen, dessen Eltern Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas sind, zum Panchen Lama erklärt.

Was der Landkreis Lörrach am Donnerstag tut, ist in Tibet ein Verbrechen. Die farbenprächtige Flagge mit der strahlenden Sonne über einem schneebedeckten Berg, an dessen Hängen zwei mythische Schneelöwen stehen, zu hissen, steht in dem ehemals souveränen Land unter Strafe. Daher hat die von der Tibet Initiative Deutschland organisierte Flaggenaktion besonderen Symbolcharakter.

Am 10. März 1959 hatte sich das tibetische Volk zehn Jahre nach dem Einmarsch der „Volksbefreiungsarmee" in der Hauptstadt Lhasa gegen die übermächtigen Invasoren erhoben. Bei den mehrtägigen Kämpfen verloren nach offiziellen chinesischen Angaben mehr als 87.000 Tibeter ihr Leben. Sie machen jedoch nur einen minimalen Anteil der Opfer aus, die die Jahrzehnte der Gewaltherrschaft forderten. 1,2 Millionen Tibeter kamen bis heute durch Hunger, Zwangsarbeit, Haft, Folter und Hinrichtungen ums Leben.

Die kommunistischen Besatzer zerstörten seither über 6.000 Klöster, Tempel und andere Kulturdenkmäler. Sie unterdrücken nach wie vor die tibetische Sprache und Religionsausübung. Der Alltag der Tibeter wird bis zum heutigen Tag geprägt durch Arbeitslager und Inhaftierungen, die auch vor Kindern nicht Halt machen.

Die ständigen Menschenrechtsverletzungen in Tibet rügte der Deutsche Bundestag am 20. Juni 1996 in einer parteienübergreifenden Resolution, in der es hieß: „Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, sich verstärkt dafür einzusetzen, dass die Regierung der Volksrepublik China die weltweit anerkannten Menschenrechte achtet und die Menschenrechtsverletzungen gegen Tibeter beendet." Die Resolution zeigte jedoch weder vor noch nach dem Regierungswechsel eine spürbare Wirkung.

An der Flaggenaktion der Tibet Initiative Deutschland beteiligten sich 1996 im ersten Jahr 21 Städte, Gemeinden und Landkreise, 1997 waren es schon 76, 1998 nahmen 122 teil. Zum 40. Jahrestag des Volksaufstandes hatte sich die Zahl 1999 auf 315 mehr als verdoppelt. Im Jahr 2000 kam noch einmal ein Drittel mehr dazu, als 443 die Flagge hissten. Im vergangenen Jahr konnte das hohe Niveau mit 571 Kommunen sogar noch ein wenig gesteigert werden.

Marl, 25. Feb 2005
"Eine Flagge für Tibet"

Im Namen der Marler GRÜNEN möchten wir der Tibet Initiative Deutschland anlässlich des Aktionstages am 10. März unsere Unterstützung und Anerkennung mitteilen. Auch hier in Marl wird die tibetanische Flagge gehisst, die GRÜNE Fraktion wird durch ihre Anwesenheit demonstrieren, dass wir Ihren Kampf für die Menschenrechte in Tibet unterstützen und gut heißen. Wir unterstützen den Appell an die chinesische Führung, in einen ernsthaften Dialog mit dem Dalai Lama einzutreten, der sich mit großer Ausdauer und gewaltfrei für die Rechte der Tibeter einsetzt. Wir protestieren gegen die Menschenrechtsverletzungen durch die chinesische Regierung und gegen deren Bestrebungen, die tibetanische Kultur, Religion und nationale Identität zu zerstören.

Für die Fraktion Johannes Westermann

Fraktionsgeschäftsführer und stellvertretender Fraktionssprecher der Wählergemeinschaft DIE GRÜNEN Marl


Focus, Heft 11/2004
Flagge zeigen!

Deutsche Rathäuser hissen Tibet-Fahne

Grau ist der Behördenalltag? Nicht am 10. März! Zum 45. Jahrestag des Aufstands der Tibeter gegen die Chinesen beweisen deutsche Rathäuser Mut zu Exotik und beziehen einen klarten Standpunkt: Über 550 Städte und Gemeinden auch Frankfurt, Wiesbaden, Düsseldorf und Hannover zeigen Sympathie für das Volk des Dalai Lama und hissen die Flagge Tibets mit Sonne, Bergen und zwei mythischen Schneelöwen."

Saarbrücker Zeitung, 10.3.04
Burkert hisst die tibetische Flagge

Unterzeile

Stadtverband (ols). Wenn aus Anlass eines Festes Fahnen vor dem Saarbrücker Schloss zu hissen sind, dann kümmert sich darum in der Regel der Hausmeister. Dass Stadtverbandspräsident Michael Burkert (SPD) höchstselbst an den Fahnenmast tritt, hat nichts mit der Suche nach weiteren Einsparmöglichkeiten in der Stadtverbandsverwaltung zu tun. Michael Burkert hisst nämlich eine besondere Flagge: die tibetische. Der Stadtverband Saarbrücken wolle so "ein Zeichen für das Selbstbestimmungsrecht der Völker setzen", erklärt Burkert. Anlass dazu ist die Besetzung Tibets durch die Chinesen. "Vor 45 Jahren, am 10. März 1959, erklärt Burkert, "kam es in Lhasa, der tibetischen Hauptstadt, zum verzweifelten Widerstand des tibetischen Volkes gegen die Volksrepublik China. China hatte 1949/50 das souveräne Tibet besetzt. Bei dem Aufstand in Lhasa kamen nach offiziellen chinesischen Angaben 8700 Tibeter ums Leben. Die chinesische Besetzung war völkerrechtswidrig." Neben dem Stadtverband werden etwa 600 Kommunen in Deutschland die tibetische Flagge hissen.

www.rheinneckarweb.de, 07.03.2004
Heidelberg und Worms zeigen Flagge für Tibet

Solidarität mit Widerstandsbewegung

Aus Solidarität mit dem jahrzehntelangen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik zeigen viele Städte und Gemeinden am Mittwoch, 10. März, Flagge für Tibet, darunter auch Heidelberg und Worms. In Heidelberg wird eine tibetische Landesflagge vor dem Rathaus gehisst, in Worms vor dem Ämtergebäude am Adenauerring. Der 10. März ist der 45. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstandes. Die Tibet Initiative Deutschland (TID) organisiert die Flaggenaktion bereits im neunten Jahr.

www.die-glocke.de, 9. März 2004
Beckum zeigt Flagge für Tibet

Beckum (pst.) Aus Solidarität mit dem jahrzehntelangen gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik wird die Stadt Beckum gemeinsam mit mehr als 500 Städten in ganz Deutschland am 10. März die tibetische Flagge hissen. 1950 wurde das bis dahin souveräne Tibet von der Volksrepublik China besetzt und 1951 annektiert. Ohne Möglichkeit zur Gegenwehr gegen die übermächtige chinesische Armee, die bereits im Lande stand, und ohne Hilfe aus dem Ausland versuchten die Tibeter zu einer Koexistenz mit den Besatzern zu kommen, doch die Unterdrückungsmassnahmen wurden immer stärker.

Der verzweifelte Widerstand des tibetischen Volkes fand schliesslich am 10. März 1959 in einem Aufstand in Lhasa, der Hauptstadt Tibets, seinen tragischen Höhepunkt. Bei den mehrtägigen Kämpfen verloren nach offiziellen chinesischen Angaben mehr als 87 000 Tibeter ihr Leben. Sie machen jedoch nur einen minimalen Anteil der Opfer aus, die die Jahrzehnte der Gewaltherrschaft forderten.

Die tibetische Flagge zu hissen, so wie es die Stadt Beckum am 10. März tut, ist in Tibet ein Verbrechen. Die farbenprächtige Flagge mit der strahlenden Sonne über einem schneebedeckten Berg, an dessen Hängen zwei mythische Schneelöwen stehen, zu zeigen, steht in dem ehemals souveränen Land unter Strafe. Daher hat die von der Tibet Initiative Deutschland (TID) organisierte Flaggenaktion besonderen Symbolcharakter. Tibet ist heute zahlreichen Menschen ein Begriff. Sie bringen dem gewaltlosen Kampf und ihrem Oberhaupt, dem Dalai Lama, aufrichtige Sympathie entgegen. Die Möglichkeiten konkreter Unterstützung sind jedoch begrenzt. Mit der Teilnahme an der Flaggenaktion am 10. März will die Stadt Beckum mit vielen anderen Städten - auch in den Nachbarländern - ein Zeichen der Solidarität setzen.

www.schwabach.de
Schwabach zeigt Flagge für Tibet

Aus Solidarität mit dem gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik beteiligt sich die Stadt Schwabach an der Aktion „Flagge zeigen für Tibet". Am Mittwoch, 10. März, wird deshalb vor dem Schwabacher Rathaus zur Erinnerung an den 45. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstandes die tibetische Fahne gehisst.

Das souveräne Tibet war 1949/50 von der Volksrepublik China völkerrechtswidrig besetzt und 1951 annektiert worden. Der verzweifelte Widerstand des tibetischen Volkes fand bei einem Aufstand in Tibets Hauptstadt Lhasa am 10. März 1959 seinen tragischen Höhepunkt. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter ums Leben.

Der Rat und die EU-Kommission wurden erneut aufgefordert, unverzüglich einen hochrangigen Sonderbeauftragten für Tibet zu ernennen, der für einen substantiellen Dialog zwischen der chinesischen Regierung und Vertretern des Dalai Lama sorgen soll. Somit verstärkt man den Druck auf Peking, sich endlich einen Dialog zu öffnen. Denn auch wenn China sich bislang unbeeindruckt gibt, so weiss man doch, wie sehr es nach internationalen Ansehen trachtet - nicht zuletzt im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008.

Die Aktion „Flagge zeigen für Tibet" wurde von der Tibet Initiative Deutschland e. V. ins Leben gerufen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich in Deutschland 542 Städte und Landkreise. Auch in Frankreich waren es fast 500, in Tschechien fast 200, in Ungarn über 70.

Pressemitteilung vom 08.03.2004
Oldenburg zeigt Flagge für Tibet

Gedenken an Volksaufstand gegen chinesische Besatzung

Oldenburg. Am Mittwoch, 10. März, dem 45. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes, wird am Kulturzentrum PFL, Peterstrasse 3, die tibetische Flagge gehisst. Mit der Aktion Eine Flagge für Tibet" soll an den gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik erinnert werden. Im vergangenen Jahr nahmen neben Oldenburg über 500 deutsche Städte und Landkreise an dieser weltweiten Aktion teil. In Frankreich waren es ebenfalls fast 500, in Tschechien rund 200 und in Ungarn über 70. Auch in diesem Jahr wird wieder mit einer regen Beteiligung der Kommunen gerechnet. 1949/ 50 wurde das souveräne Tibet von der Volksrepublik China völkerrechtswidrig besetzt und 1951 annektiert. Am 10. März 1959 kam es zum Aufstand des tibetischen Volkes in Lhasa, der tibetischen Hauptstadt. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen damals etwa 87 000 Tibeter ums Leben.

Bayerntext, 10.03.04,
Hof und Coburg hissen Tibets Flagge

Hinweis auf chinesische Besetzung

HOF/COBURG: An den Rathäusern von Hof und Coburg flattern heute Nationalflaggen Tibets. 500 deutsche Kommunen weisen mit dieser Aktion auf die völkerrechtswidrige Besetzung des souveränen Tibets durch die Volksrepublik China im Jahr 1949 hin. Am 10. März 1959 war der tibetische Volksaufstand gegen die chinesischen Besatzer blutig niedergeschlagen worden.

www.ravensburg.de, 03/2004
Tibet-Aktion

Am Ravensburger Rathaus wird auch in diesem Jahr aus Solidarität mit dem tibetischen Volk am Mittwoch, den 10. März, die tibetische Fahne wehen. Damit beteiligt sich die Stadt an der europaweiten Demonstration gegen die Verletzung der Menschenrechte in Tibet und für das Selbstbestimmungsrecht seiner Bewohner. Im vergangenen Jahr war am Jahrestag des tibetischen Nationalaufstands von 1959 in Lhasa auf mehr als 500 deutschen und vielen hundert europäischen Rathäusern und öffentlichen Gebäuden die tibetische Fahne gehisst worden. Auf Bitten der "Tibet Initiative Deutschland e. V. (TID)" soll auch in diesem Jahr wieder "Flagge für Tibet" gezeigt werden, was auch als deutliche Aufforderung an Pekings Adresse verstanden werden soll, in der Tibetfrage endlich Verhandlungsbereitschaft zu zeigen.

Pressemitteilung der Stadt Remscheid, 23.02.2004
Remscheid zeigt Flagge für Tibet

Zeichen der Solidarität am Gedenktag

Global denken, lokal handeln. In einer parteiübergreifenden Resolution hatte der Bundestag 1996 von der Bundesregierung erfolglos mehr Solidarität mit Tibet gefordert. Im selben Jahr begann die Aktion "Eine Flagge für Tibet" mit 21 Kommunen. Je länger die Resolution ergebnislos bleibt, desto mehr deutsche Städte, Gemeinde und Landkreise werden aktiv. Remscheid zeigt am Montag, 10. März 2004, zusammen mit bundesweit 540 weiteren Kommunen Flagge für das von China besetzte Himalaja-Land. Der 10. März ist der Tag des tibetischen Volksaufstandes gegen die chinesischen Besatzer, der 1959 blutig niedergeschlagen worden war. Die Stadt Remscheid beteiligt sich bereits seit 1999 an dieser Aktion.

Hintergründe von der Tibet Initiative Deutschland e.V.: Dass auch 45 Jahre nach dem Aufstand entgegen chinesischer Beteuerungen untragbare Zustände in Tibet herrschen, zeigte die Flucht des 17. Karmapa. Der nach dem Dalai Lama und dem Panchen Lama dritthöchste Würdenträger im Tibetischen Buddhismus floh vor vier Jahren aus der tibetischen Hauptstadt Lhasa unter lebensgefährlichen Bedingungen nach Nordindien, wo die tibetische Regierung im Exil ihren Sitz hat.

Der Panchen Lama, ein 15-jähriger Junge, ist seit neun Jahren in China verschollen und gilt als der jüngste politische Gefangene der Welt. Im Mai 1995 hatte der Dalai Lama den damals sechsjährigen Gedhun Choekyi Nyima als 11. Panchen Lama anerkannt. Wenige Tage danach wurde er mit seinen Eltern von chinesischen Sicherheitskräften entführt. Seither gibt es über das weitere Schicksal dieses Jungen keine zuverlässigen Informationen. Statt dessen hat die chinesische Regierung einen anderen Jungen, dessen Eltern Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas sind, zum Panchen Lama erklärt.

Was die beteiligten Kommunen am 10. März tuen, ist in Tibet ein Verbrechen. Die farbenprächtige Flagge mit der strahlenden Sonne über einem schneebedeckten Berg, an dessen Hängen zwei mythische Schneelöwen stehen, zu hissen, steht in dem ehemals souveränen Land unter Strafe. Daher hat die von der Tibet Initiative Deutschland (TID) organisierte Flaggenaktion besonderen Symbolcharakter. Am 10. März 1959 hatte sich das tibetische Volk zehn Jahre nach dem Einmarsch der "Volksbefreiungsarmee" in der Hauptstadt Lhasa gegen die übermächtigen Invasoren erhoben. Bei den mehrtägigen Kämpfen verloren nach offiziellen chinesischen Angaben mehr als 87.000 Tibeter ihr Leben.

Sie machen jedoch nur einen minimalen Anteil der Opfer aus, die die Jahrzehnte der Gewaltherrschaft forderten. 1,2 Millionen Tibeter kamen bis heute durch Hunger, Zwangsarbeit, Haft, Folter und Hinrichtungen ums Leben. Die kommunistischen Besatzer zerstörten seither über 6.000 Klöster, Tempel und andere Kulturdenkmäler. Sie unterdrücken nach wie vor die tibetische Sprache und Religionsausübung. Der Alltag der Tibeter wird bis zum heutigen Tag geprägt durch Arbeitslager und Inhaftierungen, die auch vor Kindern nicht Halt machen.

Die ständigen Menschenrechtsverletzungen in Tibet rügte der Deutsche Bundestag am 20. Juni 1996 in einer parteienübergreifenden Resolution, in der es hieß: "Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, sich verstärkt dafür einzusetzen, dass die Regierung der Volksrepublik China die weltweit anerkannten Menschenrechte achtet und die Menschenrechtsverletzungen gegen Tibeter beendet." Die Resolution zeigte jedoch weder vor noch nach dem Regierungswechsel eine spürbare Wirkung. Am 14. März 2002, kurz nach dem tibetischen Gedenktag verabschiedete der Deutsche Bundestag eine erneute Resolution zu Tibet.

Pressemitteilung der Stadt Münchberg, 04/2004
Am 10. März: Münchberg zeigt Flagge für Tibet

MÜNCHBERG - Wie Bürgermeister Thomas Fein mitteilt, beteiligt sich die Stadt Münchberg - neben etlichen anderen Städten und Gemeinden der Region - auch in diesem Jahr wieder an der weltweiten Aktion "Eine Flagge für Tibet" am 10. März.

1949/50 wurde das souveräne Tibet von der Volksrepublik China völkerrechtswidrig besetzt und 1951 annektiert. Der verzweifelte Widerstand des tibetischen Volkes gegen die Okkupanten fand am 10. März 1959 in einem Aufstand in der tibetischen Hauptstadt Lhasa seinen tragischen Höhepunkt, bei dem nach offiziellen chinesischen Angaben 87000 Tibeter ums Leben kamen. Der Dalai Lama, das geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter, vertritt konsequent eine Politik der Gewaltlosigkeit und Toleranz, obwohl die Lebensumstände für seine Landsleute in Tibet seit Jahren immer schlechter werden.

Aus Solidarität mit dem gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik wird deshalb am 45. Jahrestag des Volksaufstandes die tibetische Flagge am Rathaus gehisst. "Mit der Teilnahme an der Aktion setzen die Gemeinden, Städte und Landkreise ein deutliches Zeichen, dass sie für Gerechtigkeit und Frieden eintreten. Angesichts der weltweit zunehmenden Tendenz, Krieg und Gewalt wieder als Mittel der Politik zu legitimieren, muss der gewaltlose Kampf des Dalai Lama unterstützt werden.", so Bürgermeister Thomas Fein. Wie die "Tibet Initiative Deutschland e.V." mitteilt, beteiligten sich im vergangenen Jahr in Deutschland 542 Städte und Landkreise an der weltweiten Aktion. Auch in Frankreich waren es fast 500, in Tschechien fast 230 und in Ungarn mehr als 70. Weitere Informationen zu der Aktion und zur Situation in Tibet gibt es im Internet unter tibetflagge.net.

www.ebersbach.de, März 2004
Ebersbach zeigt Flagge für Tibet

Die Stadt Ebersbach zeigt wieder Flagge für Tibet. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Stadt mit dem Hissen der farbenprächtigen tibetischen Flagge vor dem Rathaus die Tibet-Initiative in Deutschland unterstützt. An dieser Aktion beteiligen sich mehrere Städte und Landkreise im In- und Ausland. Mit der Aktion soll gegen die Menschenrechtsverletzungen der Chinesen in Tibet und die Zerstörung der tibetischen Kultur und Religion protestiert werden. Zudem soll das Hissen Ausdruck der Solidarität mit dem jahrzehntelangen gewaltlosen Widerstand des Dalai Lama und der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik sein.

Die Chinesen hatten 1950 das bis dahin souveräne Tibet besetzt und 1951 annektiert. Der verzweifelte Widerstand des tibetischen Volkes fand am 10. März 1959 in einem Aufstand in Lhasa, seinen tragischen Höhepunkt. Nach offiziellen chinesischen Angaben starben damals 87.00 Tibeter.

Am kommenden Mittwoch, 10. März wird am Rathaus die Nationalflagge von Tibet aufgezogen, sie ist eine Dauerleihgabe des Vereins Tibet Initiative Deutschland e.V. (tibetflagge.net)

www.coswiganhalt.de, März 2004
Flagge zeigen für Tibet

Städte, Gemeinden und Landkreise weisen am 10. März auf ein unterdrücktes Volk hin

Seit 1950 wird das ehemals souveräne Tibet von China besetzt gehalten. Der bis heute andauernden Unterdrückung des tibetischen Volkes wird jedes Jahr am 10. März gedacht. Die Tibet Initiative Deutschland (TID) organisiert 2004 zum neunten Mal zu diesem Gedenktag eine besonders eindrucksvolle Aktion: Immer mehr deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise setzen ein Zeichen für ihre Solidarität mit Tibet und hissen am 10. März einen Tag lang die tibetische Flagge. Nahmen an der ersten Flaggenaktion 1996 zunächst 21 Kommunen teil, so ist die Zahl der Teilnehmer von Jahr zu Jahr stetig angewachsen. Vergangenes Jahr waren es erstmals mehr als 500. Dieses Jahr hat die Beteiligung die neue Rekordzahl von 571 Kommunen erreicht.

08.03.04
Hof zeigt Flagge für Tibet

Mehr als 500 Kommunen beteiligen sich heuer bundesweit am sog. "Tibet-Tag", indem sie die tibetische Nationalflagge an öffentlichen Gebäuden hissen. Mit dieser Aktion soll auf die völkerrechtswidrige Besetzung des souveränen Tibet durch die Volksrepublik China hingewiesen werden. Auch die Stadt Hof zeigt buchstäblich Flagge und hisst am Rathaus die Nationalflagge Tibets am 10. März, dem Tag des tibetischen Volksaufstandes gegen die chinesischen Besatzer, der 1959 blutig niedergeschlagen worden war. Was die Stadt Hof am Mittwoch tut, ist in Tibet ein Verbrechen. Die farbenprächtige Flagge mit der strahlenden Sonne über einem schneebedeckten Berg, an dessen Hängen zwei mythische Schneelöwen stehen, zu hissen, steht in dem ehemals souveränen Land unter Strafe. Daher hat die von der Tibet Initiative Deutschland organisierte Flaggenaktion besonderen Symbolcharakter.

Am 10. März 1959 hatte sich das tibetische Volk zehn Jahre nach dem Einmarsch der "Volksbefreiungsarmee" in der Hauptstadt Lhasa gegen die übermächtigen Invasoren erhoben. Bei den mehrtägigen Kämpfen verloren nach offiziellen chinesischen Angaben mehr als 87.000 Tibeter ihr Leben. Sie machen jedoch nur einen minimalen Anteil der Opfer aus, die die Jahrzehnte der Gewaltherrschaft forderten. 1,2 Millionen Tibeter kamen bis heute durch Hunger, Zwangsarbeit, Haft, Folter und Hinrichtungen ums Leben. Die kommunistischen Besatzer zerstörten seither über 6.000 Klöster, Tempel und andere Kulturdenkmäler. Sie unterdrücken nach wie vor die tibetische Sprache und Religionsausübung. Der Alltag der Tibeter wird bis zum heutigen Tag geprägt durch Arbeitslager und Inhaftierungen, die auch vor Kindern nicht Halt machen. Hinweis: Auf der Homepage https://tibetflagge.net/ stehen weitere Infos zum Thema zur Verfügung.

Sächsische Zeitung, Donnerstag, 11. März 2004
Gewaltloser Kampf um Freiheit und Identität Bürgermeister hisst Flagge für Solidarität mit Tibet

Von Evamaria Bakardjiev

Radeberg. Gestern wehte vor dem Rathaus wieder die symbolträchtige tibetische Flagge. Zum nunmehr 45. Jahrestag des Nationalaufstandes der Tibeter hatte sie Radebergs Bürgermeister Gerhard Lemm (SPD) am Vormittag gehisst. Wie zahlreiche deutsche und europäische Städte, beteiligte sich auch Radeberg an der jährlichen Aktion der Tibet-Initiative. Damit demonstrierte die Stadt ihre Solidarität mit dem gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik, Willkür und kulturelle Unterdrückung.

An der Zeremonie nahmen auch Schüler des Humboldt-Gymnasiums teil. Mit ihrer Geografielehrerin Heike Peschel hatten sie sich Ende Januar in dem Projekt Eine Welt" mit Tibet auseinandergesetzt. Neben der Geschichte und Kultur beschäftigten sie sich auch mit Farben und Glückssymbolen des Buddhismus. Mit diesem Wissen hatten sie ihre eigenen Gebetsflaggen angefertigt und für den Fahnenmast beigesteuert.

Der Bürgermeister freute sich über die Beteiligung der Jugendlichen und erklärte noch einmal die Brisanz dieser Aktion: Eine Hochkultur geht langsam, aber sicher zugrunde! Ob Tibet vor 1949 ein eigenständiges Land oder nur eine Provinz war, wird wohl eine Streitfrage bleiben, aber die Widerrechtlichkeit der chinesischen Besetzung ist eine Tatsache."

Lübbenau, 02.03.04
Flagge zeigen zum Tibettag

Von Hans Joachim Schiemenz

Wie in vielen anderen Kommunen in der Bundesrepublik weht am 10. März, dem Tibettag, auch vor dem Lübbenauer Rathaus die Flagge des besetzten Landes Tibet. Global denken, lokal handeln. In einer parteiübergreifenden Resolution hatte der Bundestag 1996 von der Bundesregierung erfolglos mehr Solidarität mit Tibet gefordert. Im selben Jahr begann die Aktion „Eine Flagge für Tibet mit 21 Kommunen. Je länger die Resolution ergebnislos bleibt, desto mehr deutsche Städte, Gemeinde und Landkreise werden aktiv. Zusammen mit bundesweit 540 weiteren Kommunen unterstützt die Stadt Lübbenau/Spreewald die Aktion der Tibet-Initiative Deutschland (TID) und hisst am 10. März, dem Tag des tibetischen Volksaufstandes gegen die chinesischen Besatzer, der 1959 blutig niedergeschlagen worden war, die Flagge des von China besetzten Himalaja-Landes. Bei den mehrtägigen Kämpfen verloren nach offiziellen chinesischen Angaben mehr als 87.000 Tibeter ihr Leben. Sie machen jedoch nur einen minimalen Anteil der Opfer aus, die die Jahrzehnte der Gewaltherrschaft forderten. 1,2 Millionen Tibeter kamen bis heute durch Hunger, Zwangsarbeit, Haft, Folter und Hinrichtungen ums Leben. Die kommunistischen Besatzer zerstörten seither über 6.000 Klöster, Tempel und andere Kulturdenkmäler. Sie unterdrücken nach wie vor die tibetische Sprache und Religionsausübung.


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